Detail

Natur im Siedlungsraum

General Information


Municipality: Illnau-Effretikon

Country: Switzerland

Inhabitants: 16.988

Description of Measure and Categorization

Vielfältig und ökologisch gestaltete Gärten und Grünräume bereichern eine Stadt und schaffen wertvolle Lebensräume für Menschen, Pflanzen und Tiere. Um die Biodiversität im Siedlungsraum zu fördern hat die Stadt Illnau-Effretikon verbindliche Anforderungen an die Umgebungsgestaltung verankert

Das Potenzial, das der Siedlungsraum der Natur bietet, soll in Zukunft bezüglich Biodiversität und Klimawandel besser ausgeschöpft werden. Blumenwiesen, Ruderalflächen oder Hochstaudenfluren solen künftig vermehrt das Stadtbild prägen. Hierfür müssen laut des Konzepts «Natur im Siedlungsraum» mindestens 20% der Umgebungsfläche als ökologische Ausgleichsflächen gestaltet werden. Bei Stauden, Sträuchern und Bäumen sind im Minimum zwei Drittel einheimische Arten zu wählen. Als Überwinterungs- und Rückzugsmöglichkeit für Reptilien und Amphibien sollen Strukturen wie Asthaufen, Trockenmauern oder Teiche dienen und für die Gebäudebrüter wie dem Mauersegler sind Nistgelegenheiten zu schaffen. Diese ökologischen Anforderungen gelten in Illnau-Effretikon verpflichtend für Arealüberbauungen, Gestaltungspläne und für Bauten ab 6 Wohneinheiten.

Die Umgebungsgestaltung ist unter Beizug eines Fachberaters der Stadt Illnau-Effretikon auszuarbeiten. Diese externe Fachperson ist durch die Stadt mandatiert und unterstützt die Bauherren fachgerecht und kompetent in der Erarbeitung der Pläne, basierend auf der Anforderung aus dem Konzept «Natur im Siedlungsraum». Bei der Kontrolle des Baugesuches sowie bei der Bauabnahme ist der Fachberater ebenfalls miteinbezogen.

Bei stadteigenen Projekten geht Illnau-Effretikon mit gutem Beispiel voran. Exemplarisch kann hier die Erweiterung des Schulhauses Hagen genannt werden, dessen Umgebung grösstenteils naturnah gestaltet ist. Von artenreichen Magerwiesen über angelegte Grünstreifen zwischen den Parkfeldern bis hin zu kargen Ruderalflächen bietet die Umgebung einen vielfältigen Lebens- und Erlebnisraum für Schülerinnen und Schüler, Insekten und Reptilien, Kleinstrukturen wie Senksteinhaufen, Steinkörbe oder auch die Seglernistkästen bieten einen Rückzugsort für Kleintiere und Vögel. Die Grün- und Freiflächen werden ausserdem energiebewusst und ökologisch gepflegt.

 

 

Area: Supply & Disposal

Contacts:


Contact Person:
Stadtverwaltung Illnau-Effretikon Abteilung Tiefbau +41 52 354 24 72 tiefbau@ilef.ch

Advisor Contact:
Cornelia Brandes cornelia.brandes@brandes-energie.ch https://www.ilef.ch/fileadmin/user_upload/documents/Gesundheit/Natur_im_Siedlungsraum/300.05.04_Konzept_Natur_im_Siedlungsraum.pdf


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