Detail

Nachhaltige Beschaffung nach Cradle-to Cradle Prinzipien

General Information


Municipality: Stadt Ludwigsburg

Country: Germany

Inhabitants: 91.738

Description of Measure and Categorization

Als erste Kommune in Deutschland hat Ludwigsburg die nachhaltige Beschaffung nach Cradle-to Cradle Prinzipien eingeführt, mit der der Kauf und Einsatz von gesunden, kreislauffähigen und klimafreundlichen Produkten gefördert wird.

Eingebettet in den Masterplan Klima und Energie soll in Ludwigsburg auch die kommunale Beschaffung einen aktiven Beitrag leisten. Aufgrund von Schadstoffbelastungen in Schulgebäuden, den Problemen bei der Luftqualität sowie den aktuellen Erkenntnissen zum Plastikmüll in den Meeren sind neben Klimaschutz auch Materialgesundheit und Kreislauffähigkeit immer mehr in den Fokus gerückt. Aus diesem Grund orientiert sich die Stadt Ludwigsburg bei der nachhaltigen Beschaffung an den Prinzipien des Designkonzepts Cradle-to-Cradle® (sprich von der Wiege zur Wiege). Produkte sollen so gestaltet werden, dass alle eingesetzten Materialien gesund für Mensch und Natur sind und die Konstruktion eine sortenreine hochwertige Wiederverwendung in neuen Produkten ermöglicht.

Aus diesen Prinzipien hat die Stadt Ludwigsburg für ihre nachhaltige Beschaffung einen Kriterienkatalog erarbeitet, bei dem neben der Materialgesundheit und Kreislauffähigkeit, auch die Treibhausgas Emissionen bei Herstellung und Betrieb der Produkte, die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, sowie soziale Kriterien bei der Auftragsausführung berücksichtigt werden. Langfristig sollen nur noch Produkte eingekauft werden, die diese Kriterien erfüllen. Bei unzureichendem Marktangebot wird die vergleichsweise nachhaltigste Alternative bevorzugt.


Finance:

 

Da die Stadt Ludwigsburg erst seit kurzem nach den neuen Regelungen beschafft, konnten noch keine umfangreichen konkreten Effekte z.B. bezüglich der CO2 Einsparung realisiert werden. Es gibt jedoch ein Beispiel: Bei Bauvorhaben fließen die Nachhaltigkeitskriterien auch in die Wahl der Baumaterialien ein. Durch den Einsatz von Holz anstatt mineralischem Baumaterial konnte beim aktuellen Schulneubauprojekt 5.280 t CO2 äquivalente Treibhaugase gespart werden. Zudem sind in dem verwendeten Holz 2.268 t CO2 langfristig gespeichert. Auch bei den Dämmmaterialien wurde sowohl auf CO2 Emissionen als auch auf Schadstoffe z.B. aus Flammschutzmitteln geachtet.

Contacts:


Contact Person:
Patrick Scholz Tel.: 07141-910-3616 p.scholz@ludwigsburg.de oder beschaffung@ludwigsburg.de

Advisor Contact:
heike.wiest@kea-bw.de


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